Hautnah

Die Haut ist das grösste Organ des menschlichen Körpers und ist rund um die Uhr stark gefordert:

- Als Schutzschild reagiert sie gegenüber chemischen Einflüssen und wehrt Fremdstoffe und Krankheitserreger ab.

- Als Schaltrelais registriert sie Schmerz-, Juck- und Temperaturreize.

- Als Isolator schützt sie gegen Wind und Wetter.

- Als Lichtschranke versucht sie UV-Schäden in tiefer liegenden Gewebeschichten zu verhindern.

- Als Knautschzone gleicht sie Druck und Stösse aus.

- Als Speichersilo nimmt sie Fett, Kohlenhydrate und Salze auf.

- Als Absonderungsinstrument scheidet sie Schweiss, Talg und Kohlendioxid aus.

- Als Stoffwechselorgan hat sie eine Entgiftungsfunktion.

Nur die gesunde Haut kann alle diese Aufgaben erfüllen. Eine geschädigte Hautbarriere (zB. rissige, schuppige oder gerötete Haut) erlaubt den ekzem- und allergieauslösenden Fremdstoffen tief in die unteren Hautschichten einzudringen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Hautproblem oder langfristig eine irreversible Hautkrankheit entwickeln kann. Selbst scheinbar harmlose Stoffe können das Immunsystem sensibilisieren und bei jedem weiteren Kontakt eine allergische Reaktion auslösen.

Weil die Veränderung von gesunder zur kranken Haut schleichend erfolgt, wird meist erst zu spät etwas dagegen unternommen.

Die Folgen von berufsbedingten Hautkrankheiten sind fatal: Die Lebensqualität betroffener Personen wird stark eingeschränkt und Arbeitsausfall, Therapie und Umschulungsmassnahmen kosten die Wirtschaft sehr viel Geld.

Durch Instruktion und Motivation der Mitarbeitenden wird das richtige Verhalten gefördert und dadurch können Hautkrankheiten vermieden werden.

2 Haut