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Hautnah

Wieso ist HAUTSCHUTZ ein so wichtiges Thema?

  • weil fast ein Fünftel aller erfassten Berufskrankheiten Hautschäden sind
  • weil Arbeitsausfall, Therapie- und Umschulungsmassnahmen die Wirtschaft sehr viel Geld kosten
  • weil die Veränderung von gesunder zur kranken Haut schleichend erfolgt und meist erst zu spät etwas dagegen unternommen wird
  • weil die Lebensqualität betroffener Personen stark eingeschränkt wird
  • weil durch Prävention viel Schaden und Leid verhindert werden kann

Die Haut – ein lebendes Gewebe

Die Haut ist das grösste Organ des menschlichen Körpers. Als lebendes Gewebe erneuert sie sich fortlaufend, damit die Oberfläche ihre Funktion als Schutzbarriere wahrnehmen kann. Für die Beanspruchung im Alltag und bei der Arbeit ist es deshalb wichtig, dass wir die Haut in einem guten Zustand erhalten.

Die Haut ist ein komplexes Organ

  • Die Haut macht etwa 10% des Körpergewichtes aus
  • Die Haut hat eine Gesamtfläche von ca. 2m2
  • Über den ganzen Körper sind ca. 2 Millionen Schweissdrüsen verteilt
  • Die Reissfestigkeit der Haut beträgt bis zu 90kg/cm
  • Aus ca. 5 Millionen Haarfollikeln spriessen Haare. Im Kopfbereich sind es ca. 1 Mio.
  • Pro cm2 Haut gibt es im Durchschnitt:

> 6‘000‘000 Zellen                 

> 5‘000 Sinneskörperchen   

> 400 Nervenfasern

> 200 Schmerzrezeptoren    

> 1m Blutgefässe                  

> 100 Schweissdrüsen

> 25 Tastkörperchen             

> 15 Talgdrüsen                    

> 12 Kälte- und 2 Wärmefühler

Der Aufbau der Haut

Die Haut wird in drei Hauptschichten unterteilt:

Die Oberhaut (Epidermis), die Lederhaut (Dermis) und die Unterhaut (Hypodermis).     

Hautschutzpräparate wirken auf der Oberhaut!

Die Funktion der Haut

Unsere Haut nimmt rund um die Uhr vielfältige Funktionen wahr:

  • Als Schutzschild reagiert sie gegenüber chemischen Einflüssen indem sie Fremdstoffe und Krankheitserreger abwehrt
  • Als Schaltrelais registriert sie Schmerz-, Juck- und Temperaturreize
  • Als Isolator schützt sie gegen Wind und Wetter
  • Als Lichtschranke versucht sie UV-Schäden in tiefer liegenden Gewebeschichten zu verhindern
  • Als Knautschzone gleicht sie Druck und Stösse aus
  • Als Speichersilo nimmt sie Fett, Kohlenhydrate und Salze auf
  • Als Absonderungsinstrument scheidet sie Schweiss, Talg und Kohlendioxid aus
  • Als Stoffwechselorgan hat sie eine Entgiftungsfunktion

Nur eine gesunde Haut kann alle diese Aufgaben erfüllen!

Äussere Einwirkungen reizen die Haut

Der normale Alltag und die arbeitsbedingten Einwirkungen beeinträchtigen die natürliche Barrierefunktion, besonders an den Händen.

Sind die negativen Einwirkungen zu stark, kann sich die Haut nicht mehr richtig regenerieren und wird durchlässig wie ein Sieb. In diesem Fall dringen schädliche Stoffe in die Haut ein und bewirken eine Reizung: die Haut wird rot, trocken und manchmal rissig.

Hautreizungen fördern Allergien

Die Haut ist verletzbar. Eine geschädigte Barrierefunktion begünstigt die Entstehung von Hautkrankheiten. Wir sprechen von 4 Gefährdungsarten:

Mechanische Gefährdungen:

  • Abrieb, Verletzungen, Feuchtigkeit (Wasser trocknet die Haut aus)

Physikalische Gefährdungen:

  • Kälte, Hitze, UV-Strahlung

Chemische Gefährdungen:

  • Säuren, Laugen, Lösemittel (wasserlösliche und fettlösliche)

Biologische Gefährdungen:

  • Bakterien, Viren, Pilze, pflanzliche und tierische Allergene

Wirkung von Hautschutz

Hautschutzmittel wirken auf der Oberhaut und haben die Aufgabe:

  • die natürlichen Schutzmechanismen der Haut zu unterstützen
  • das Eindringen von Arbeitsstoffen in die Haut zu erschweren
  • die Haut durch Gerbstoffe zu festigen
  • das Anheften von Schmutz zu erschweren
  • die Reinigung der Hände zu erleichtern
  • UV-Strahlung zu absorbieren oder zu reflektieren

Hautpräparate wirken nie gegen alle, sondern stets nur gegen einzelne Hautgefährdungen.

Der 3-teilige Hautschutzplan

Effizienter Hautschutz besteht aus drei Teilen:

  1. Hautschutz (Anwendung: vor und während der Arbeit)

Die Anwendung muss regelmässig vor jedem Schadstoffkontakt wiederholt werden.

Hautschutzcremen gegen wasserlösliche und nicht wasserlösliche Stoffe bieten Schutz gegen wechselnde Schmutz- und Schadstoffbelastungen.

  1. Hautreinigung (Anwendung: während und nach der Arbeit)

Hautreinigung muss auf den Verschmutzungsgrad und die verwendeten Arbeitsstoffe abgestimmt sein. Es gilt die Devise:

 - so schonend wie möglich   (dh. kein Verdünner, keine technischen Lösungsmittel, keine Drahtbürste u.ä.)

- so intensiv wie nötig   (damit der Arbeitsstoff sicher entfernt werden kann)

- auf Verschmutzung abgestimmt   (für unterschiedliche Verschmutzungsgrade müssen unterschiedliche Reiniger verwendet werden)

Die Regenerationsfähigkeit der Haut darf nicht gestört werden.

  1. Hautpflege (Anwendung: nach der Arbeit)

Die Hautpflege hat zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen:

- Wiederherstellen des natürlichen Gleichgewichts

mit jeder Belastung und jeder Hautreinigung bringen wir das Gleichgewicht aus Feuchthalte- und Fettkomponenten etwas mehr auseinander.

- Regenerationszeit verkürzen

Mit Hautpflege kann die Regenerationszeit erheblich verkürzt werden, was vor allem bei andauernder Abnutzung wichtig ist.

Sonnenschutz – Hautschutz gegen UV-Strahlen

Die UVA- und UVB-Strahlen sowie die Infrarot-Strahlen des Sonnenlichts gelten als Hauptursache für lichtbedingte Hautschäden, wie zum Beispiel Sonnenbrand mit Hautrötung, Blasenbildung, beschleunigte Hautalterung oder Melanom-Bildung.

Ein effizienter Sonnenschutz ist abgestimmt auf die unterschiedlichen Hauttypen und verfügt über photostabile Breitbandfilter für einen zuverlässigen Schutz. Pflegende Inhaltsstoffe dienen zudem der langanhaltenden Hautpflege.

Je nach Hauttyp beträgt die Eigenschutzzeit zwischen drei Minuten für sehr helle Haut (Hauttyp I) und vierzig Minuten für die mediterrane bräunliche Haut (Hauttyp IV).

      Hauttyp:                   Eigenschutzzeit:

  1. sehr hell:             03 - 05 Minuten
  2. hell:                      10 – 20 Minuten
  3. hellbraun:          20 – 30 Minuten
  4. braun/oliv:         30 – 40 Minuten

Der Lichtschutzfaktor LSF (englisch: sun protection factor, SPF) dient zur Beurteilung von Lichtschutzpräparaten am Menschen. Er gibt an, wie viel Mal länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies mit der jeweils individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre.

      LSF/SPF:                  Bedeutung:           

      6, 10:                         niedrig

      15, 20, 25:                 mittel

      30, 50:                      hoch

      50+:                          sehr hoch

Zusammenfassung – Das ist zu tun

  1. Kontakt vermeiden

Jeder Anwender muss über die Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit Bescheid wissen. Giftige und allergieauslösende Substanzen dürfen nicht mit blossen Händen berührt werden. Es sollten, wann immer möglich, geeignete Handschuhe getragen werden.

  1. Hautschutz

Hautschutzcremen wirken auf der Oberhaut. Sie haben die Aufgabe, die natürlichen Schutzmechanismen der Haut zu unterstützen, das Eindringen von Arbeitsstoffen und das Anheften von Schmutz zu erschweren und dadurch die Reinigung der Haut zu erleichtern.

  1. Hautreinigung

Die Hautreinigung muss auf den Verschmutzungsgrad und die verwendeten Arbeitsstoffe abgestimmt sein. Es gilt die Devise: so schonend wie möglich und so intensiv wie nötig, damit die natürliche Regenerationsfähigkeit der Haut möglichst nicht gestört wird.

  1. Hautpflege

Die Hautpflege hat die Aufgabe, das natürliche Gleichgewicht aus Feuchthalte- und Fettkomponenten in der Haut wiederherzustellen und die Regenerationszeit nach jeder Belastung zu verkürzen.

Fazit

Vorbeugen ist die beste Medizin!